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Eine Romanidee

veröffentlicht um 20.09.2016, 03:33 von Ellen Wesemüller   [ aktualisiert: 20.09.2016, 03:35 ]
  • Der Roman ist sehr sehr lang, 500 Seiten oder so. (zu lang, wie die Kritiker mit einem dem Debüt-Roman zustehenden, rücksichtsvollen Lächeln hinzufügen werden)

  • Der Roman spielt am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, er handelt von den Leuten, die da studieren. Die Beziehungen, die sie miteinander eingehen, die Kritik, die sie aneinander üben.

  • Das klingt jetzt erstmal nach einer Ich-Erzählung, nach Erfahrungsbericht, nach „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ aber da wird ganz knallharte Heteronormativität und kapitalistische Verwertungslogik und Wettbewerbsscheiße kritisiert.

  • Die Leute werden halsbrecherisch abgekürzt oder verlängert, sie heißen „amsl“, „luis“ „genschl“ und „Dorotheenstädchen“

  • Der Roman ist von mir aber als Pseudonym habe ich „Dorothee Elminger“ gewählt, weil sich das bewährt hat (die hat ja schon Preise gewonnen)

  • Auf der Rückseite des Buches steht schon die Romankritik, da steht: „Dieser Roman ist eine homosexuelle Matrix“